Craniosacral Therapie

In der Craniosacral Therapie wird mit verschiedenen Rhythmen gearbeitet. Craniosacral Therapeutinnen nehmen mit ihren Händen die subtile Bewegung der Cerebrospinalflüssigkeit und andere unwillkürliche rhythmische Impulse in ihren unterschiedlichen Qualitäten wahr und unterstützen deren Regulation.

Im Dialog mit dem Organismus

Unfälle, Stürze, Verletzungen, Krankheiten oder seelische Schocks können die verschiedenen Rhythmen im Körper beeinträchtigen. Durch aufmerksames Lauschen und feine Berührungen erkennt die Craniosacral Therapeutin Blockaden und Spannungsmuster im Bindegewebe und deren Faszien, in Organen, in Muskeln, Knochen und anderen Strukturen. Im Zusammenspiel mit dem Organismus der Klientin werden diese von innen her gelöst. Sanfte Impulse werden angeboten, welche Selbstregulationsprozesse anregen und unterstützen. Achtsam wird mit der Intelligenz des Körpers zusammengearbeitet. Zwischen den Händen der Therapeutin und dem Organismus der Klientin entsteht eine Art Dialog. Der gesamte Körper und sein bioenergetisches Feld werden dabei angesprochen Craniosacrale Behandlungen wirken bis auf die Ebene der Körperzellen. Sie haben eine ausgleichende Wirkung im Nervensystem, stärken die innewohnende Gesundheit, den Ausdruck regulierender Zyklen und die Findung eines neuen, gesunden Gleichgewichts im Gesamtorganismus der Klientin.

Die Grenzen der Therapieform

Gewisse Techniken der Craniosacral Therapie dürfen nicht oder nur in Absprache mit anderen medizinischen Fachpersonen des Behandlungsteams angewendet werden. Dies gilt bei erhöhtem Hirndruck, Dissektionen im Kopf- oder Halsbereich oder unmittelbar nach Schädel-Hirnverletzungen, Hirninfarkten und Hirnblutungen. Ebenso bei Risikoschwangerschaften, psychischen Erkrankungen oder bösartigen Tumoren, wo besondere Vorsicht und mehrjährige Berufserfahrung Voraussetzung sind.

* Die weibliche Form wird stellvertretend für beide Geschlechter verwendet.

Mögliche Indikationen

Stärkt die Selbstwahrnehmung und die Genesungskompetenz

bietet Unterstützung bei Beschwerden und Krankheit, in belastenden Lebenssituationen

Hyperaktivität von Kindern, Konzentrationsstörungen und Lernschwierigkeiten

chronischen Schmerzzuständen

Wirbelsäulen-, Muskel- und Gelenkserkrankungen

Unterstützung in belastenden Lebenssituationen

Rehabilitation nach Krankheit oder Unfall

Schleuder-, Sturztrauma

Schlafprobleme, Erschöpfungszustände, Depressionen

stressbedingte Beschwerden, Burnout-Syndrom

Störungen des Immunsystems

Menstruationsbeschwerden

Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung

Verdauungsbeschwerden

Kopfschmerzen und Migräne

Sinusitis und Tinnitus

orthopädischen Problemen

kieferorthopädischen Problemen

psychosomatischen Beschwerden

und vieles mehr.

Behandlungsablauf

In der Craniosacral Therapie wird in Einzelsitzungen gearbeitet. Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine ausführliche Befunderhebung sowie eine umfassende Information zur Therapie. Ein wichtiges Ziel ist dabei auch die Schaffung einer vertrauensvollen Basis. Während der Behandlung liegt die Klientin in bequemer Kleidung in der Regel auf einer Liege. Es kann auch im sitzen, im stehen, am Boden oder in Bewegung (vor allem bei Kindern) gearbeitet werden. Die Behandlung dauert meist zwischen 60 und 90 Minuten – bei Kindern und Säuglingen oft kürzer. Verschiedene Handpositionen kommen in achtsamer Absprache zur Anwendung. Mit der klaren Ausrichtung auf das Gesunde wird der Raum geöffnet, in dem der Körper in tiefe Entspannung und Stille eintauchen kann. Dabei können Erinnerungen an Erlebnisse, Gedanken, Bilder, Körperempfindungen und Gefühle ins Bewusstsein kommen. Therapeutinnen begleiten diese Prozesse ressourcen- und lösungsorientiert, sowohl auf Körperebene wie im begleitenden Gespräch. Ziel ist, die gesunden Anteile im Organismus und im Bewusstsein der Klientin zu stärken. Das Benennen der Wahrnehmungen kann die Klientin in ihrer Selbstkompetenz stärken. Für die Zeit zwischen den Behandlungen und/oder nach abgeschlossener Therapie vermitteln Craniosacral Therapeutinnen ihren Klientinnen bei Bedarf Selbsthilfeübungen. Diese dienen der nachhaltigen Stärkung der Selbstwahrnehmung und der Genesungskompetenz und fördern zugleich die Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit.